Herzlich Willkommen bei der Falknerei Karlsruhe
Als moderne Stadtfalknerei erfüllen wir verschiedenste Aufgaben.
In mehr als eineinhalb Jahrzenten haben wir unseren Unternehmensschwerpunkt von Veranstaltungen wie den Tag als Falkner, den Eulenabend, die Arbeit mit Kindern & Jugendlichen im Bereich der Umweltbildung als außerschulische & naturnahe Bildungsstätte, zum hochspezialisierten, überregionalen Dienstleister im Bereich der Vergrämung verlagert.
Unser Fachwissen geben wir über unsere ehrenamtlich betriebene Auffangstation für gestrandete Greifvögel und Eulen zurück an die Natur und leisten somit in der Großstadt im Bereich Tierschutz einen unverzichtbaren Bürgerdienst.
Mit der Nachzucht seltener, bedrohter Arten, der Beteiligung an Auswilderungs- & Wiederansiedlungsprojekten tragen wir unseren Teil zum Natur- und Artenschutz bei.
Vergrämung
Wilde Stadttauben sind heutzutage fast überall anzutreffen, manchmal in überschaubarer, oft jedoch in großer Anzahl. Für die einen, Vögel die es zu unterstützen und mit Futter zu versorgen gilt, für die anderen lästige Vögel, die Fassaden beschmutzen und Krankheiten übertragen. Die Wahrheit liegt wie so oft irgendwo dazwischen.
Bei Stadttauben handelt es sich um Nachfahren der Felsentaube bzw. in Menschenhand gezüchteter Tauben, die ihr Auskommen in der freien Wildbahn finden, bzw. sich in Menschennähe gut von bereitgestelltem Futter oder liegengebliebenen Lebensmitteln ernähren können. Brutplätze sind in ausreichender Anzahl vorhanden, natürliche Feinde hat die Taube kaum. Mit mehr als 12 Nachkommen pro Taubenpaar und Jahr steigen die Populationszahlen stetig an.
Eigentümer von Gebäuden setzen auf Netze und Spikes als konventionelle Maßnahmen, um Tauben am Brüten zu hindern und Verschmutzungen an Fenstern oder Fassaden vorzubeugen. Man findet aber auch diverse alternative, zum Teil kuriose Abwehrmaßnahmen. Allerdings bewirken diese nicht immer den gewünschten Erfolg. Erfahrungsgemäß bedarf es meist mehrerer kombinierter und aufeinander abgestimmter Schritte.
Neben Tauben sorgen aber auch Krähen, Stare und Kormorane vielerorts für nicht unerhebliche Schäden. So kann ein Schwarm Krähen in kürzester Zeit das Saatgut ganzer Felder wegfressen. Krähenkolonien können ganze Stadtteile, Friedhöfe und Parkanlagen in punkto Lebensqualität und Nutzung negativ beeinflussen. Ihre Hinterlassenschaften (Kot) beispielsweise auf Lebensmitteln an Marktständen macht die Ware unverkäuflich, da der Kot gesundheitsgefährdend ist. Stare dagegen sind in der Lage in Wein- oder Obstbaugebieten erhebliche Schäden anzurichten. Nil- und Kanadagänse als invasive Arten gefährden und verdrängen unsere heimischen Arten.
Friedhöfe, Park- und Sportanlagen werden gerne von Kaninchen bevölkert. Nehmen die Tiere überhand können sie nicht nur immense Fraßschäden verursachen. Mit ihren Bauten unterhöhlen sie ganze Rasenflächen und Wege, die bei Betreten einstürzen und somit zur Gefahr für Fußgänger und Sportler werden.
Mit eineinhalb Jahrzenten Erfahrung, ornithologischem und falknerischem Fachwissen, bieten wir als überregionaler, hochspezialisierter Dienstleister im Bereich Vergrämung vollumfängliche, tierschutzkonforme Lösungen an. Durch fachliche und technische Weiterentwicklung unserer Fähigkeiten sind wir in der Lage ganzheitliche Lösungen, sowohl für kleinparzellige Bereiche als auch für ganze Industrieareale zu entwickeln und umzusetzen.
Im Rahmen verschiedenster Vergrämungsprojekte, die wir sowohl im Einsatz mit unseren Greifvögeln, mit konventionellen Mitteln aber auch beratend und koordinierend begleitet haben, konnten wir unser spezielles Fachwissen einsetzen und durch viele Erfahrungen weiter bereichern.
Zunächst muss ein Objekt Inaugenschein genommen werden. Wir stellen fest, wo die Taube (oder der entsprechende Vogel) sich aus welchem Grund aufhält. Wir entwickeln mit Ihnen gemeinsam eine unabhängige bedarfsgerechte Strategie, sprechen Handlungsempfehlungen aus und unterstützen bei deren Umsetzung. Oftmals ist die optimale Vorgehensweise eine Mischung aus konventionellen Maßnahmen, wie Netzen und Spikes und einer Vergrämung. Einfachste Maßnahmen wie das Unterlassen von Fütterungen sorgen oft für eine schnelle Entspannung der Situation.
Wir beraten und betreuen auf kommunaler Ebene Städte und Gemeinden zur Entwicklung von Taubenkonzepten, zur Einrichtung und zum Betrieb von Taubenhäusern und zu Maßnahmen gegen Krähen in befriedeten Bezirken.
Unsere speziell ausgebildeten Greifvögel können sowohl in innerstädtischen Bereichen, als auch in bzw. an Industrieanlagen agieren. Der Aktionsradius reicht von großen Industrieflächen bis zu einzelnen Bereichen innerhalb eines Gebäudes. Für die verschiedensten Einsatzgebiete, angefangen bei der landwirtschaftlichen Nutzfläche über Park- und Sportanlagen bis hin zur Wartungshalle für Busse und Bahnen oder der im Keller befindlichen Kaufhauswarenannahme haben wir für jeden Bereich gefiederte Spezialisten.
S&G Automobil AG, Atruvia AG, Württembergische Versicherung AG, Joseph Vögele AG, Deutsche Bahn AG, Cushman & Wakefield LLP, Lorac Investment Management S.a.r.L. – Saarforum, Sparkasse Pforzheim Calw, Sparkasse am Niederrhein – Mörs, Stadt Karlsruhe, Stadt Stuttgart, Stadt Baden-Baden, Stadt Rastatt, Stadt Neuenburg am Rhein, Stadt Leonberg, Stadt Salzkotten, Stadt Waldshut-Tiengen, St. Leon-Rot, Gemeinde Rohrbach/Pfalz, Gemeinde Bisingen, Kreisverwaltung Landratsamt Karlsruhe, Vermögen und Bau Baden-Württemberg, Badisches Staatstheater Karlsruhe, Adolf Würth GmbH & Co. KG, Rhenus SE & Co. KG, Apleona Südwest GmbH, Stadtwerke Karlsruhe GmbH, Kunze Immoverwaltung GmbH Heidelberg, Karlsruher Fächer GmbH, Neubeck Automobile GmbH, Mall GmbH, Businesspark Heilbronn GmbH, Outokumpu Nirosta GmbH, Kraus Immomanagement GmbH Heidelberg, ECE Marketplaces GmbH & Co. KG Milaneo Stuttgart, Schaal + Müller GmbH & Co. KG, Volkswohnung GmbH, Altera Bauträger GmbH, WISAG Produktionsservice GmbH, BIRCO GmbH, DIRINGER & SCHEIDEL Gebäudemanagement GmbH, Mineraloelraffinerie Oberrhein GmbH & Co. KG, aluplast GmbH, EDEKA Handelsgesellschaft Südwest mbH, EDEKA Foodservice Stiftung & Co. KG, Generali Deutschland Service GmbH, KASIG – Karlsruher Schieneninfrastruktur-Gesellschaft mbH, Städtisches Klinikum Karlsruhe, Verkehrsbetriebe Karlsruhe GmbH, Balluff GmbH u.v.m.
Über uns
Was vor fast zwanzig Jahren als Hobby begann entwickelte sich langsam aber beständig zum heutigen Hauptberuf.
Nach ersten falknerischen Gehversuchen stand schnell fest, dass die Arbeit mit Greifvögeln und Eulen fester Bestandteil unseres Lebens werden sollte. Zunächst galt es die hierfür notwendigen Voraussetzungen zu schaffen – das Ablegen der Jäger– und Falknerprüfung. Im Jahr 2001 für Martina und im Jahr 2003 für Pierre wichtige Meilensteine.
Die anfängliche Arbeit mit unseren ersten Tieren gestaltete sich schwierig, nicht nur weil wir als Greenhorns über wenig Erfahrung verfügten, sondern weil wir es auch mit Vögeln zu tun bekamen, die aufgrund diverser Vorerkrankungen nicht klassisch falknerisch gearbeitet werden konnten. Wir lernten schnell und viel und schon bald führte uns die Arbeit mit unseren kranken Tieren zur Arbeit mit kranken und verletzten Wildvögeln.
Der ehrenamtliche Greifvogel- und auch Eulenauffang, war der Grund weshalb wir 2006 begannen nebenberuflich an den Wochenenden interessierten Menschen Einblicke in unsere tägliche Arbeit zu ermöglichen. Wir hatten die Hoffnung, so wenigstens einen Teil unserer Unkosten, die wir für die Wildvögel hatten gegenfinanzieren zu können. Der Plan ging auf. Viele Menschen wollen mehr über Greifvögel und Eulen erfahren, über deren Lebens- und Jagdweisen und darüber wie man sie in ihrer und unserer Umwelt schützen kann.
Dies und vieles mehr versuchen wir unseren Gästen zu vermitteln, ob Erwachsene, Kinder und Jugendliche, Menschen mit Handicap, egal ob beim Tag als Falkner, beim Betriebsausflug oder Kindergeburtstag.
Zwischenzeitlich sind wir aus unseren Jobs "im normalen Leben" ausgestiegen und haben das Glück nach einem enorm arbeitsintensiven Jahrzehnt voller Höhen und Tiefen unseren Traum leben zu dürfen.
Auffangstation
Ein großer Teil unserer Arbeit besteht darin, ehrenamtlich wilde Greifvögel und Eulen aufzunehmen und zu versorgen. Wir sind Ansprechpartner für die Polizei, das Tierheim aber auch für Tierärzte und nicht zuletzt für jeden Bürger.
Meist ist das Aufkommen der Pfleglinge jahreszeitenabhängig. Im Winter leiden die Findlinge aufgrund von Beutetiermangel oft an starker Abmagerung. Unsere Aufgabe ist es, den Stoffwechsel zu aktivieren und den wilden Kandidaten mit hochwertigem Futter und tiermedizinischer Unterstützung wieder auf das Leben in freier Wildbahn vorzubereiten. Im Frühjahr und Sommer sind die Futtergrundlagen draußen ausreichend. Dafür beginnt die Paarungs- und Brutzeit. Bei den ersten Flugversuchen fällt der eine oder andere schon mal aus dem sicheren Horst. Manchmal werden aber auch Brutplätze ausgesucht die schlichtweg keinen Platz für mehrere Jungvögel bieten. Aus akuter Wohnungsnot versuchen es die Altvögel dennoch, hier gilt es die Brutsituation zu verbessern und den Brutplatz für die nächste Saison auszubauen. Aus dem Horst gefallene Jungvögel, die den Ausflug unbeschadet überstanden haben, können oft wieder ins elterliche Nest zurückgesetzt werden und erhalten so eine zweite Chance.
Jahreszeitenunabhängig versorgen wir verunfallte Vögel, die verletzt aufgefunden werden. In enger Zusammenarbeit mit dem Veterinäramt und der unteren Naturschutzbehörde, unserem Tierarzt, der Polizei und weiteren Engagierten ist über die letzten Jahre ein Netzwerk entstanden, das es uns ermöglicht situationsgerecht für jeden Findling die optimale Versorgung zu gewährleisten.
Sie erreichen uns jederzeit telefonisch! Sollten wir einmal nicht erreichbar sein, wenden Sie sich bitte an das Veterinäramt der Stadt Karlsruhe bzw. an die Polizei.
Ihre Unterstützung können wir gut gebrauchen!
Ob es der Bau eines neuen Niskastens oder die Behandlung von Vögeln beim Tierarzt ist, ob Futterkosten oder Schaffung von Unterbringungsmöglichkeiten bzw. Volierenbau, unsere Arbeit mit wilden Greifvögeln und Eulen verschlingt Unmengen von Geld.
Wenn Sie uns und unsere Arbeit unterstützen möchten, tun Sie das am besten indem Sie selbst unser Gast sind oder einem anderen Menschen dies als Geschenk machen.
Wir haben viele Patenschaftsmodelle studiert und sind letztlich zu dem Schluss gekommen, dass keines davon für uns in Frage kommt. Da wir ein privates Unternehmen sind, unterliegt jeder eingenommene Cent dem Mehrwertsteuerabzug und der Einkommensteuerpflicht, deshalb würden Patenschaften und das damit verbundene finanzielle Engagement ihren Zweck verfehlen, da nur Bruchteile davon eben dort ankommen wo sie gebraucht werden. Wer uns dennoch monetär unterstützen möchte kann uns gerne per Mail oder auch telefonisch kontaktieren.
Kontakt
Falknerei Karlsruhe
An der Bahn 6a · 76139 Karlsruhe
Martina Kuhlmann
Falknerei Karlsruhe
An der Bahn 6a
76139 Karlsruhe
Pierre Kuhlmann