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Oliver Knott zaubert Aquäriumslandschaften

Aquascaping-Weltmeister zu Gast bei der Haustierschau "Tierisch gut" in der Messe Karlsruhe

eki. Drahtiger Körper, kräftige Oberarme, modische Frisur: So sieht also ein Weltmeister im Aquascaping aus. Doch wenn Oliver Knott auf die Bühne tritt, sind weniger seine körperlichen Vorzüge gefragt, sondern es steht seine Kreativität im Mittelpunkt. Denn Aquascaping ist nicht etwa ein Trendsport, sondern ein Fachbegriff für das kunstvolle Gestalten einer Aquariumslandschaft. Und darin ist der 41-Jährige ein wahrer Meister, wie er am Samstag bei einer Vorführung während der Haustiermesse "Tierisch gut" (siehe auch Wirtschaft) in der Messe Karlsruhe eindrucksvoll unter Beweis stellte. Aus einem Eimer Sand, ein paar unförmigen Steinen, etwas Bodenmaterial und einem Sammelsurium aus Wasserpflanzen zauberte der gelernte Zoofachverkäufer binnen einer Stunde eine submarine Miniaturlandschaft mit wild zerklüfteten Felsmassiven und verwunschenen Schluchten. Und zur Auflockerung setzte Knott noch eine Lego-Figur hinein. "Erlaubt ist, was gut aussieht und den Fischen nicht schadet", so seine Maxime beim Aquascaping. In eines seiner beiden Aquarien zu Hause in Bad Rappenau platzierte der gebürtige Karlsruher sogar das aus Lego-Steinen gebaute Weiße Haus. Eine Reminiszenz an den Weltmeistertitel, den er 2004 in Washington errang. "Da hat einfach alles gepasst", erinnert sich Knott an den Ausflug in die Vereinigten Staaten.

Seine Ausbildung absolvierte er übrigens in der Haustierabteilung des Gartencenters Dehner in Karlsruhe. Rund 30 Jahre lang war Knielingen Knotts zu Hause, dann machte er sich als "Innenausstatter für Aquarien" in Sinsheim selbstständig und gestaltete Aquarien von Privat- und Geschäftsleuten.

Ein paar Tipps für Aquarienfreunde hatte der Autor eines Fachbuches über Aquascaping bei der Messe auch parat. „Wasserpflanzen sind beim Gestalten eines Aquariums besonders wichtig", riet er. Und am schönsten seien Landschaften mit vielen kleinen Details. Fast noch wichtiger als das Aquascaping sei aber die regelmäßige Pflege, so Knott, "eine Viertelstunde pro Woche sollte man dafür schon aufwenden."

Ein Hingucker bei der Haustierschau waren auch die Greifvögel der Falknerei Karlsruhe. Beinahe unbeteiligt saß der Sakerfalke Pelden auf dem vom einem Lederhandschuh geschützten Arm des Falkners Pierre Kuhlmann und ließ sich von den Besuchern das schwarz-weiß gesprenkelte flaumige Brustgefieder kraulen. Vom großen Trubel am Eingangsbereich der dm-Arena ließen sich weder der stolze Falke noch die schwarze Schleiereule Chilla aus der Ruhe bringen. "Die stehen da drüber", meinte Kuhlmann. Ein Star der Tierschau war auch die Irische Wolfshündin Aiven. Mit der Schulterhöhe von 98 Zentimetern und einem Kampfgewicht von 77 Kilogramm flößte der zottelige Riese durchaus Respekt ein. Angst brauchte allerdings vor Aiven niemand haben. "Irische. Wolfshunde sind extrem kinderlieb ·und die idealen Haus- und  Familienhunde", so Frauchen Anja Muth.